Verbrauchen, verschwenden – oder “nutzen”?

Eine einfache Rechnung, die zu Ende denken hier nicht vollends möglich ist, aber vom Ansatz her alles aussagt: Wenn die Erde nun 5 Milliarden Jahre alt ist und die Menschheit nun auf einem Stand ist, dass sie (zumindest, solange sie “westlich zivilisiert” agiert) pro Jahr so viel Öl verbraucht, wie viel die Natur in 3 Millionen Jahren hat entstehen lassen, führt dies zu einem eindeutigen Ergebnis. Nicht in Zahlen versteht sich: Zu viele Unbekannte sind dies hier. Wann genau begann ein solcher Ölbedarf, wann wurde diese Zahl erhoben, von wem usw. usw. Doch Zweiflern sei entgegnet, sie möchten doch bitte mit Prof. Iain Stewart, dem Geologen, Genaueres austauschen. Doch das eindeutige Ergebnis ohne Zahlen hier lautet: Eines Tages in mehr oder weniger ferner Zukunft wird kein Erdöl mehr da sein. Plastik, PCs, Tüten, Reifen, Treibstoff, Kleidung, Zelte und so vieles mehr wird so nicht mehr da sein. Oder? Der Auftrag des verantwortungs- und umweltbewussten, des weit- und vorausschauenden, des klar denkenden und problemlösenden Menschen des 21. Jahrhunderts ist unmissverständlich auf diese Weise begreifbar zu machen: Es geht um Investitionen in erneuerbare Energien.

Nicht nur sind die vier Elemente gemeint, die den Lebewesen seit alters her zur Seite gestellt sind, nämlich Erde, Sonne, Wind und Wasser. Oder anders gesagt: Geothermie, Solartechnik, Windräder und Wasserkraft, sondern auch noch elementarer: wenn nicht Erdöl – was dann für die Gegenstände des alltäglichen Lebens? Eine japanische Stadt bereits recycelt alles. Der Kreislauf dort ist geschlossen zwischen Wertstoffgewinnung, Produktion, Konsum und Rückführung. Doch nicht nur unkoordiniert muss hier gedacht werden: Ab 2011 wird ein deutscher Autohersteller ein Carbonfaserwerk in den USA in Betrieb nehmen, um nicht nur die eigenen Solarautos, sondern auch andere, die nachfragen, damit beliefern und bestücken kann. Carbonfasern – ein Material der völligen Wiederverwertung. Also auch hier – Energien, die nicht zu Ende gehen, sind Beispiele für sichere Geldanlagen, die einem Investor mehr dienen als Investitionen in Immobilien).


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